Die besten Illustrationen im Pokémon-Sammelkartenspiel - Teil 2 | LottiBlog

Die besten Illustrationen im Pokémon-Sammelkartenspiel - Teil 2

Dies ist Teil 2 der Serie, wenn ihr Teil 1 nicht gelesen habt, könnt ihr für mehr Informationen dort die Einleitung lesen. Wenn ein bestimmter Illustrator schon in Teil 1 vorgekommen ist, steht dort eventuell seit wann und wie oft er/sie bisher im Pokémon-Sammelkartenspiel vertreten war.

Heute beschäftige ich mich mit dem zweiten Teil der XY-Ära, auch XY-TURBO-Ära genannt, weil von TURBOstart bis Evolution TURBO-Karten vertreten waren.

 

Für TURBOstart habe ich die folgenden 5 Karten ausgewählt:

  1. Floette 102/162 schwebt über eine Pflasterstraße, gesäumt von Obstständen und Blumenkübeln, gefolgt von einem Mädchen, Snubbull und Meloetta. Midori Hirada hat seit 2002 320 Pokémon-Karten illustriert, damit gehört sie zu den am häufigsten vertretenen Zeichnern. Ihr Stil ist dabei sehr variabel.

  2. Raichu 49/162 – Masakazu Fukuda ist ein weiterer vielbeschäftigter Veteran: 387 Karten bisher, darunter übrigens alle Gold Stars. Dieses Raichu ist bunt und gleichzeitig fröhlich und aggressiv. Seine Blitze scheinen die Wiese in Brand gesteckt zu haben.

  3. Cresselia 70/162 – wieder einmal ein Gemälde von kawayoo. Cresselia fliegt über eine bunte nächtliche Stadt. Alles passt zusammen, bis zur dünnen Mondsichel.

  4. Feurigel 18/162 - Tomokazu Komiyas Stil ist hier etwas ruhiger, aber doch sehr bunt. Das süße Feurigel schläft vor dem Kamin und genießt die feurige Wärme. Oder ist es selbst ein Kamin?

  5. Tragosso 77/162 - Sumiyoshi Kizuki ist seit Team Rocket und den Neo-Sets bekannt. Damals hatte sie aber noch einen ganz anderen, distinktiven Stil als jetzt. Ein einsames Tragosso umgeben von Kindern im Vergnügungspark. Diese Zeichnung hat viele Pokémon-Fans emotional gemacht.

     

In TURBOfieber sind es nochmal 10, da mir die Entscheidung schwerfiel:

  1. Hypno 51/122 und Piepi 81/122. Manchmal erzählen 2 oder 3 Pokémon-Karten eine zusammenhängende Geschichte. Tomokazu Komiya erzählt hier die düsterste mir bekannte auf Pokémon-Karten. Piepe steht an einer Weggabelung, ein Weg führt in eine schönes, ein sonniges Land, einer in die Dunkelheit. Das richtungsweisende Wegschild wurde umgebrochen. War es Hypno? Denn er zeigt gen Finsternis. Auf der zweiten Karte sieht man dann, wie ein verwirrtes, angsterfülltes Piepi über einen Friedhof läuft, mit Hypno im Hintergrund.

  2. Suicune 30/122 – wurde von Mitsuhiro Arita illustriert. Suicune hat in den letzten Jahren nichts geschenkt bekommen. Nicht zu Weihnachten und nicht zum Geburtstag (kein EX, kein GX, kein Promo). Aber hier wenigstens eine wunderschöne Karte, wie das legendäre Pokémon durchs flache Wasser hechtet, in dem sich der Sonnenuntergang spiegelt, Blau, rot und gelb komplementieren sich.

  3. Laschoking 21/122 – von Aya Kusube ist noch eine wunderschöne Karte in dieser Erweiterung. Es steht königlich auf einem Felsen in einer Blumenwiese und genießt Sonne und frische Luft. Irgendwie hat Laschoking es immer gut.

  4. Flegmon 19/122 - Akira Komayama hat seit Beginn der Schwarz & Weiß-Ära 100 Karten illustriert. Der Zeichenstil ist immer sehr klar und comichaft. Diese Karte sticht hervor, da auf ihr nicht nur Flegmon, sonder auch 2 glücklich spazierende Piccolente und ein Muschas abgebildet sind, die alle drei dem Flegmon zu folgen scheinen.

  5. Lilminip 7/122 – ist für mich ein ziemlich langweiliges Pokémon. Aber Naoyo Kimura (seit Neo Discovery mehr als 100 Karten) hat hier sehr gute Arbeit geleistet mit dem Blumenbeet. Ihr werdet in späteren Teilen sehen, dass er die für mich schönsten Pokémon-Karten überhaupt illustriert hat.

  6. Lorblatt 2/122 wurde von Mizue gezeichnet. Sie ist seit Ruf der Legenden aktiv und ist bisher mit 88 Karten vertreten, oft freundlich, leuchtend gestaltete. Lorblatt sieht hier einfach so glücklich aus, wie kaum ein anderes Pokémon.

  7. Parfi 84/122 – illustriert von kirisAki hat die schönste Blumenwiese gefunden und der Himmel ist ebenso traumhaft. Das Pokémon leider nicht so.

  8. Mogelbaum 67/122 – von Hitoshi Ariga, welcher seit der Schwarz & Weiß-Ära 61 Karten illustriert hat, aber auch bemerkenswerte 22 Pokémon der neueren Generationen designte, so dass er eine wichtigere Rolle spielt als nur als Zeichner. Mogelbaum ist bemerkenswert, weil er nicht nur sich im Wald als Baum tarnt, sonder eine Gruppe Trombork dies auch tun.

  9. Muschas 22/122 (von Mizue): Zum Glück brauchen Wasser-Pokémon nicht immer Wasser.

  10. Unratütox 56/122 – vom bekannten Kouichi Ooyama, welcher aber nur 15 Karten illustrierte, alle in seinem besonderen Stil mit dicken Linien. Unratütox fühlt sich hier wirklich wie weggeworfener Abfall am Straßenrand. Stellt euch mal euren Abfall vor. Besser mit anderem im Mülleimer.

 

Generationen war ein Set, das meiner Meinung nach hauptsächlich durch viele schöne und süße Illustrationen hervorstach. Die folgenden sind dabei besonders zu erwähnen:
Im Hauptset sind nicht viele neue Illustration, die meisten sind Reprints aus vorigen Sets, dort sind meine Top 5:

  1. Paras 6/83 – von Aya Kusube ist herrlich detailliert. Sogar die Flechten auf der Eiche und Regentropfen am Spinnennetz. Das macht ein trübes Bild besonders.

  2. Geowaz 45/83 – von Hasuno sieht wirklich groß und gefährlich aus, wie es ein "Golem" sein sollte.

  3. Dodu 55/83 – Eri Yamakis Dodu ist auch einmal glücklich. Die zwei Köpfe machen eine Pause vom Streit.

  4. Gallopa 15/83 – von Demizu Posuka (bisher 5 Karten in XY und SM-Serien) galoppiert extrem feurig und die ganze Karte außer dem Pokémon ist rot.

  5. Digda 38/83 – von Tomokazu Komiya ist einfach blickfangend in seinem speziellen, leicht abstrakten, bunten Stil.

Im Radiant Collection-Subset könnte man beinahe alle Karten nennen, meine Top 10:

  1. Dartiri RC25/32 (Aya Kusube): Zwei Dartiri helfen einem jungen Mädchen beim Schmücken seiner Haare. Alles sehr detailliert und hübsch.

  2. Glumanda RC3/32, Glutexo RC4/32 und Glurak RC5/32 (Akira Komayama): Eine weitere Geschichte: Erst spielt Glumanda mit dem kleinen jungen, als Jugendliche diskutieren und studieren sie zusammen und zuletzt als Glurak geht es auf eine große Reise oder in den Kampf.

  3. Flauschling RC19/32 und Sabbaione RC20/32 – von Yuka Morii (seit Neo-Ära 136 Karten) und MAHOU (seit der Platin-Ära 82 Karten) werden von mir als Pokémon fast ignoriert, aber diesen Karten passen genau zu ihnen.

  4. Raichu RC9/32 (wieder Aya Kusube) – liegt verträumt in einer Blumenwiese. Natürlich überwiegend von gelben Blumen umgeben.

  5. Endivie RC1/32 – von Sanosuke Sakuma (seit 2013 70 Karten) ist nicht mein Lieblings-Zeichenstil, aber ein mit einem Pikachu glücklich eine Treppe runterlaufendes Endivie spricht fast jeden an.

  6. Woingenau RC11/32 – von Yukiko Baba (seit der Neo-Ära 113 Karten) trägt Lippenstift. Sagt das alles?

  7. Schluppuck RC12/32 – von Tomokazu Komiya wartet ungeduldig auf das Essen, zusammen mit seinem jungen Trainer, den es genau imitiert.

  8. Wablu RC23/32 – von Atsuko Nishida. Hier kuscheln sich drei der Wablu gemütlich und glücklich in einem Nest zusammen.

  9. Diancie RC22/32 – von Mizue spielt mit drei Floette im farbenfrohen Blumenmeer.

  10. Knilz RC2/32 – Miki Tanaka hat seit Fossil eine Großzahl von Karten illustriert (deutlich über 100), mit unterschiedlichen Zeichenstilen. Dieses Knilz kommt auf Platz 10, weil es so schön griesgrämig ist und das am Ufer eines Bachs auf einer Blumenwiese. Ob es mit seinem Spiegelbild unzufrieden ist, gerne über den Bach möchte oder ganz andere Sorgen hat?

 

Schicksalsschmiede ist mein Lieblingsset unter den regulären Erweiterungen der XY-Ära. Es enthält viele herausragende Illustrationen:

  1. Amoroso 18/124 – gezeichnet von Hasuno ist sehr schön und bizarr zugleich. Hasunos Stil gefällt mir sehr gut und Amoroso war eines der letzten Pokémon, die ich brauchte, als ich damals meine ersten 151 komplettieren wollte (weitere der letzten waren es Glurak, Bisaflor, Arktos, Mew und Kangama, so weit ich mich erinnere). Aber wieso klettert ein Ammonit in Dschungelbäumen? Er sollte eigentlich im Wasser schwimmen und nicht klettern können.

  2. Lugia 78/124 – von Tokiya Sakuba taucht durch die Tiefen des Ozeans. Als Lugia neu war und ich auch den Film, in dem es das erste Mal auftrat, sah, dachte ich, wieso ist Lugia kein Wasser-Pokémon? Es erinnert mich an diesen Film.

  3. Aerodactyl 76/124 – von kawayoo ist eines meiner Lieblings-Pokémon und hier wacht es wie ein Superheld auf dem Hochhausdach über eine Großstadt. Ich würde auch gerne mal ein Aerodactyl im Dschungel sehen, aber dieses ist auch schön detailliert und imposant.

  4. Snubbull 68/124 – von Aya Kusube hat eine Blumenvase an der Tischdecke vom Tisch gezogen, so dass sie zersplitterte und versteckt sich jetzt vor seinem Trainer. Auch Interaktionen zwischen Pokémon und Trainern zählen zu meinen Lieblings-Abbildungen.

  5. Knuddeluff 66//124 – Mizues süßer Zeichenstil zeigt Knuddeluff an einen Baumstamm die Ruhe genießen. Hier sieht man auch, wie Pokémon-Trainer mit der Zeit gegangen sind, indem die Trainerin einen kleinen Laptop benutzt.

  6. Mew 29/124 – von Mitsuhiro Arita sieht irgendwie immer gut aus.

  7. Relaxo 77/124 – von Tomokazu Komiya scheint schlafend eine Gruppe entsetzter Menschen auf einer Brücke zu überrollen. Das typische Relaxo. Isst oder schläft im Weg.

  8. Serpiroyal 7/124 – von You Iribi ist ganz in Grün in einem grünen Wald, durch dessen dichte Vegetation noch etwas Sonne dringt.

  9. Rocara 50/124 – von kawayoo ist schön gezeichnet. Aber Rocara selbst ist irgendwie immer neutral drauf. Man kann ja keinen Mund sehen.

  10. Monozyto 33//124 – von Illustrator match (seit 2009 141 Karten) ist dabei, da es genau zu Muschas aus TURBOfieber zu passen scheint. Weshalb es dort ist, weiß ich nicht. Auch nicht, ob das Muschas es doch nicht geschafft hat, ohne Wasser zu überleben.

 

In Dampfkessel habe ich die folgenden Karten gewählt:

  1. Pyroleo 23/114 – eine von Yumis wenigen Illustrationen und dabei mit Abstand die beste der Erweiterung. Pyroleo steht feuerspeiend auf einem hohen Felsen, während vor dem Sonnenuntergang große Vogel-Pokémon schweben.

  2. Skelebra 50/114 – von Tomokazu Komiya ist ein Pokémon, das ich von seiner Art und seinem Aussehen gar nicht mag, aber hier hat es eine schöne Illustration, wahrscheinlich die schönste bisher – falls jemand seine 800 Pokémon nach schönsten Illustrationen ordnet, wäre dies zu empfehlen.

  3. Nidoran 43//114 – auch Hasuno kommt sehr oft in meinen Listen vor. Nidoran scheint am Stadtrand auf einer Industrieanlage zu sitzen und den Sonnenaufgang hinter der Großstadt zu betrachten.

  4. Hoppspross 3/114 – in Mina Nakais markantem Zeichenstil schwebt über einer verzerrten Blumenwiese.

  5. Nidoking 45/114 – ebenfalls von Mina Nakai scheint gerade seinen Sohn (Nidoran) zu belehren. Es ist relativ selten, dass man Mutter-/Vater-Kind-Zeichnungen sieht bei Pokémon-Karten.

 

Evolution ist außer den TURBO-Karten und EX und einigen Trainern ein reines Reprint-Set, weshalb hier keine einzigartigen Karten zu nennen sind. Da es aber bis zum Review der Illustrationen der Basis-Set-Karten noch einige Folgen dauern wird, eine kurze Liste:

  1. Garados (Mitsuhiro Arita)

  2. Glurak (Mitsuhiro Arita)

  3. Jugong (Mitsuhiro Arita)

  4. Mew (Ken Sugimori)

  5. Rattfratz (Mitsuhiro Arita)

Insgesamt waren viele Illustrationen damals noch nicht so gut, wie ein paar Jahre später, bei den holografischen Karten ist der Hintergrund meist sehr einfach, und mit Bisasam und Schiggy fehlen in Evolution zwei der ursprünglichen Karten mit detaillierteren Bildern. Ich denke, wenn es nicht das erste Set, sondern das 50. wäre, würde auch ich viel weniger Gefallen daran finden, unabhängig von Spielbarkeit und Seltenheit.

Ken Sugimori ist vermutlich den meisten Pokémon-Fans mehr ein Begriff als jeder andere von mir genannte Illustrator. Er hat die meisten Pokémon designt und viele seiner ersten Zeichnungen werden einfach zusammen mit einem unabhängigen, einfachen Hintergrund auf Karten verwendet.

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Sammelkartenspiel
12.03.2018, 11:59 Uhr von Jonathan_J

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